Annatina Graf
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Kunsthaus Grenchen. «Ins Auge gefallen»
   
   

Annatina Graf. Ohne Titel. Aus der Mappe "Cartable", 2009 Pigmentprint 4/10 Edition Hirschkuh
Annatina Graf. Ohne Titel. Aus der Mappe "Cartable", 2009 Pigmentprint 4/10 Edition Hirschkuh

Kunsthaus Grenchen, Ins Auge gefallen, 2011.

Kunsthaus Grenchen, Ins Auge gefallen, 2011.



 

Ins Auge gefallen

11. Februar bis 10. April 2011

Berner Studierende zeigen Kunst Längst nicht alle Kunstwerke eines Museums werden auch präsentiert. Im Rahmen ihres Studiengangs haben Studierende der Kunstgeschichte der Uni Bern nun für eine Ausstellung im Kunsthaus Grenchen fürs Publikum bislang nicht zugängliche Werke ausgewählt.

Von Maximiliano Wepfer

In den Archivräumen verborgene Schätze entdecken: Für die Studierenden des Masterstudiengangs «Curatorial Studies» am Institut für Kunstgeschichte ist sozusagen ein Kindheitstraum wahr geworden. Sie sind ins Depot des Kunsthauses Grenchen gegangen und durften in den Schachteln herumstöbern. Die Trouvaillen, die ihnen dabei aus der mehr als 13'000 Werke umfassenden Sammlung «ins Auge gefallen» sind, präsentieren sie vom 11. Februar bis 10. April 2011 an der gleichnamigen Ausstellung.

Anregende und aufgeschlossene Zusammenarbeit
Unter der Leitung von Bernadette Walter, Kuratorin und Lehrbeauftragte am Institut für Kunstgeschichte, und Eva Inversini, künstlerische Leiterin des Kunsthauses Grenchen, hatten die Studierenden der Kunstgeschichte die Aufgabe, im Rahmen eines Projektseminars die jetzige Ausstellung zu konzipieren und umzusetzen. Dabei waren sie von A bis Z in jedem Schritt involviert – von der Auswahl der Werke über das Erstellen des Budgets bis hin zur Produktion der Einladungskarten. Walter betont den frischen Blick auf die Kunstwerke und die motivierte Herangehensweise der jungen Leute als wichtige Aspekte: «Ich finde es toll, wie stark sie sich fürs Projekt engagiert haben.» Auch für das Kunsthaus Grenchen hat sich die Zusammenarbeit gelohnt: «Einerseits bringen die Studierenden ihre bereits erworbenen wissenschaftlichen Kenntnisse in den Auswahlprozess mit ein», lobt Inversini, «andererseits halfen sie tatkräftig mit anzupacken.» Genau darauf zielt letztlich der Studiengang ab: Die Teilnehmenden sollen bereits während des Studiums an die Berufspraxis herangeführt werden.

Wyss und Gertsch hängen neben Hodler
Ob ein Werk den angehenden Kuratorinnen und Kuratoren auffiel, hing neben der Ästhetik oder der Entdeckerlust auch von konkreten Kriterien ab. «Wir wollten nicht bloss eine Ausstellung mit Top-Shots, sondern bewusst auch weniger bekannte Künstler vorstellen», erklärt Projektleiterin Walter. So kann das Publikum neben den Werken von Künstlern von internationalem Format – Warhol, Saint Phalle oder Hodler – auch regional und national bedeutende Kunstschaffende wie Annatina Graf, Alex Hanimann oder Urs Stooss kennenlernen.

   
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